Hannah Arendt ist die Denkerin des 20. Jhdts. In ihren Schriften wie in ihrem Leben spiegeln sich die tiefgreifenden Erschütterungen dieser Zeit. Aufstieg und Fall totalitärer Regimes, Flucht- und Fremdheitserfahrungen, aber auch hoffnungsvolle Neuanfänge prägten ihr gesamtes Denken. Grit Straßenberger präsentiert ein neues, lebendiges Bild dieser außergewöhnlichen Philosophin: Durch den starken Fokus auf die Erinnerungen und Geschichten, die von Freunden, Kollegen und Schülern über Arendt erzählt wurden, lernen wir die Person hinter der Intellektuellen von Weltrang kennen. Ihr Denken war irritierend und eigensinnig, sie eckte überall an. Aber sie war, wie die Liste ihres großen Bekanntenkreises zeigt, keine Einzelgängerin, sondern eine „Virtuosin der Freundschaft“, für deren Denken zwischenmenschliche Verbindungen unverzichtbar waren.
Pressestimmen lobten an der Biographie besonders den kritischen Blick der Autorin auf „Arendts blinde Flecken“, was zum Beispiel ihre Beziehung zu Heidegger angeht und andererseits die Darstellung, worin Arendts Denken noch heute wichtig und bedeutsam ist.
Grit Straßenberger ist Professorin für Politische Theorie und Ideengeschichte an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Zu ihren Forschungsschwerpunkten gehören Demokratietheorie und Zivilgesellschaftsforschung.


