Ausgangspunkt des Romans von 2025 ist ein 1980 tatsächlich in Nordspanien geschehener schwerer Unfall in einer Schule, bei dem eine Gasflasche explodiert und vier Dutzend Menschen getötet werden. Unter ihnen der Junge Nuco, dessen Großvater seinen Tod nicht akzeptieren kann; denn er geht wöchentlich zum Grab und spricht mit dem Jungen. Der Roman zeigt, wie auch die Eltern den Tod des Kindes auf unterschiedliche Weise zu verarbeiten suchen, bis der Vater eines Tages verschwindet. Die beklemmende Atmosphäre im Baskenland dieser Zeit erzeugt Aramburu durch eine nüchterne und zugleich eindringliche Sprache.
Fernando Aramburu wurde 1959 im baskischen San Sebastián geboren, studierte spanische Philologie, lebt seit 1984 in Hannover und ist seit 2009 ausschließlich Autor und Übersetzer. Er spricht fließend deutsch, schreibt aber auf spanisch. Sein Werk und besonders sein Roman „Patria“ von 2018 wird hoch gelobt, ist mit bedeutenden spanischen und europäischen Preisen ausgezeichnet und in viele Sprachen übersetzt worden.
Die in Lüneburg bekannte und im Literarischen Beirat mitwirkende Martina Sulner wird den Abend moderieren.
Die Veranstaltung wird gefördert von EUROPE DIRECT Lüneburg.



