„In der Nachtstadt – Die Circe-Episode“

Rainer Pörzgen und Erika Döhmen lesen aus dem Ulysses

Reihe: Bloomsday – 2026

Moderation: Evelyn Schade Konzept: Rainer Pörzgen

Zum 28. Mal findet in Lüneburg der ‚Bloomsday‘ statt, ein Feiertag in Irland, und weltweit seit 1954 der einzige  ‚Gedenktag‘, der einem Roman gewidmet ist, dem ‚Ulysses‘ von James Joyce. Seit 122 Jahren ist der fiktive Held Leopold Bloom am 16. Juni in Dublin unterwegs.

Die Circe-Episode des Ulysses ist nicht nur mit ca. 150 Seiten (in der deutschen Übersetzung) die umfangreichste, sondern auch als den Hauptteil abschließende Episode die vielleicht wichtigste des Romans : Keinesfalls lässt sie sich auf die alptraumartigen Szenen im Bordell der Bella Cohen beschränken, sondern sie bietet zugleich in Rückgriffen auf die vorangegangenen Episoden noch einmal eine Art Zusammenfassung des Romans – und hier finden endlich „Vater“ und „Sohn“ zusammen, nachdem seit dem Morgen jenes 16. Juni 1904 Leopold Bloom/Odysseus und Stephen Dedalus/Telemachos sich von Episode zu Episode einander angenähert haben.

Erika Döhmen, Evelyn Schade und Rainer Pörzgen werden den diesjährigen Bloomsday nutzen, verschiedene Aspekte dieses prall-drastischen Kapitels des Ulysses zu präsentieren.

Rainer Pörzgen, 1947 in Wiesbaden geboren, studierte Germanistik in Aachen, Salzburg und Hannover. Nach Lüneburg kam er 1977 und war dort bis zu seinem Ruhestand als Bibliothekar an der Universitätsbibliothek tätig. Daneben leitet er seit Jahrzehnten Literaturgruppen an der Volkshochschule Lüneburg. In der Literarischen Gesellschaft ist er seit der Gründung 1987 engagiert tätig und entwickelt unterschiedliche literarische Veranstaltungs-Konzepte – hauptsächlich zum Werk Heinrich Heines und zu dem Weltroman „Ulysses“ von James Joyce.

 Seit vielen Jahren arbeitet Erika Döhmen als Schauspielerin an verschiedenen Theatern. Zuletzt vorwiegend in Hamburg, am Altonaer Theater, dem Theater Das Zimmer und dem kleinen Hoftheater. In Lüneburg war sie fest am Stadttheater Lüneburg engagiert,  spielte anschließend auch häufig in der Kulturbäckerei, z.B.  in „Glückliche Tage“, „Kasper Häuser Meer“ oder „Ein Herz und eine Seele“. Darüber hinaus ist sie auch als Synchronregisseurin und Sprecherin tätig, vorwiegend beim  Lüneburger Tonstudio „Chaussee“. Sie ist verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder.

Rainer Pörzgen
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Erika Döhmen
James Joyce
Evelyn Schade
Evelyn Schade