Überall schwirren sie durch die Städte: Essenslieferanten; Egal ob in Delhi, Tel Aviv, Buenos Aires, Istanbul oder Berlin. Tomer Gardi verbindet ihre Geschichten zu einem weltumspannenden Gegenwarts-Epos und erzählt von Rassismus und Ausbeutung, von Liebe, Familie und der großen Sehnsucht nach Verbundenheit. Den Dienstleistungscharakter unserer heutigen Zivilisation und die Absurditäten unserer Bedürfnisse zeigt Gardi scharf und genau, aber mit Witz und Raffinement der Handlung. Seit der Roman Mitte Februar 2026 erschienen ist, nimmt ihn die Literaturkritik – angeführt von Dennis Scheck – mit großer Begeisterung zur Kenntnis.
Tomer Gardi wurde 1974 im Kibbuz Dan in Galiläa geboren und lebt heute als Schriftsteller in Berlin. Sein Debüt „Steine, Papier“ erschien 2011 zunächst auf Hebräisch. Seinen Roman „Broken German“ schrieb er dann in gebrochenem Deutsch, weshalb ihm der Ingeborg-Bachmann-Preis nicht zuerkannt wurde, obwohl er inhaltlich sehr überzeugte. Für den Roman „Eine runde Sache“ erhielt er dann den Preis der Leipziger Buchmesse. Über drei Jahre recherchierte Gardi in den sechs Städten, um den Roman „Liefern“schreiben zu können, der durch seine Authentizität überzeugt.

